| Einsatzzeit: |
22.02.2008 18:04 - 23.02.2008 01:00 |
| Einsatzbefehl: |
Waldbrand |
| Einsatzort: |
Stattegg Geierkogel |
| Ausgerückt sind: |
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| Weitere Einheiten: |
- Abschnitt 6 Graz-Umgebung
- Polizei
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Waldbrand am Rannachkogel/Stattegg
Am 22.02.2008 wurde die FF Gratkorn-Markt um 18:04 zu einen Waldbrand im Bereich Rannach mittels Sirene und SMS-Alarm gerufen. Die FF Stattegg war zu diesem Einsatz bereits alarmiert und auf dem Anmarsch. Schon wenige Kilometer vom Feuerwehrhaus Gratkorn entfernt konnte man das Ausmaß des Brandes deutlich erkennen der Himmel war glutrot! Die Besatzungen der Löschfahrzeuge stellten sich daher schon auf der Anfahrt auf eine lange Einsatznacht ein.
Da die genau Zufahrt zu diesem entlegenen Brandherd nicht bekannt war, positionierten sich RLF-A 2000 Gratkorn und RLF-A 1000 Stattegg ein paar hundert Meter unterhalb des Brandortes. Die Einsatzleitung Stattegg erkundete einstweilen mögliche Zufahrtswege in dem steilen Gelände. Nachdem ein passender Forstweg gefunden wurde, bekamen die beiden RLF-Gruppen grünes Licht für den Angriff. Die Gruppe des RLF Gratkorn musste jedoch die in den Forstweg hereinhängenden Äste mit einer Motorkettensäge wegschneiden, um ein passieren mit den großen Fahrzeugen zu ermöglichen.
Am Brandherd angekommen, wurden gemeinsam mit der Besatzung des RLF Stattegg eine Zubringerleitung und weiters über einen Verteiler zwei Angriffsleitungen aufgebaut, um ein weiteres Ausbreiten der Flammen zu verhindern.
Die oberste Priorität hatte dabei die Rettung einer forstwirtschaftlichen Holzerntemaschine, einem sogenannten Harvester, welchen es vor den Flammen zu schützen galt.
Die Wasserversorgung zum Brandherd gestaltete sich sehr schwierig, da weit und breit keine Wasserbezugsstellen vorhanden waren. Da die Wasserknappheit den örtlich zuständigen Feuerwehren bekannt war, wurden schon während der Anfahrt die Feuerwehren des Abschnittes 6 mit ihren TLF´s, zur kontinuierliche Wasserversorgung alarmiert.
Die Bekämpfung von Waldbränden im steilen Gelände ist eine gefährliche und Kräfte raubende Arbeit. Daher war es notwendig, die eingesetzten Löschteams immer wieder durch erholte Feuerwehrmitgliedern abzulösen.
Die Anstrengungen des Löscheinsatzes sind unseren Kameraden ins Gesicht geschrieben => Fotos.
Gegen 22.00 Uhr war der Brand bereits soweit unter Kontrolle gebracht, dass nur mehr vereinzelt aufflackernde Glutnester abgelöscht werden mussten.
Um 01.30 rückte schließlich das letzte Fahrzeug der FF Gratkorn-Markt ins Rüsthaus ein.
Die Freiwilligen Feuerwehren Stattegg und Judendorf-Straßengel hielten noch den Rest der Nacht eine Brandwache ab.
Bericht: OFM Trolp Christoph
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