Tunnelübung
Beginn: 13.11.2010 18:00 - 23:00
Übungsbefehl:

Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten

Übungsort: A9 Fahrtrichtung Süden Gratkorntunnel 1
Übungsleiter: HBI Glanner Thomas
Teilnehmer:
  • Freiwillige Feuerwehr:
    • Eisbach-Rein
    • Gratkorn
    • Gratwein
    • Judendorf-Straßengel
    • Stattegg
    • Steinberg-Rohrbach
  • Berufsfeuerwehr Graz
  • ÖRK Graz-Umgebung
  • Polizei
  • Asfínag
Im Rahmen des ASFINAG Tunnelsicherheitsprogramm werden regelmäßig Katastrophenübungen in allen österreichischen Tunnelabschnitten durchgeführt. Am Samstag, dem 13.11.2010 organisierte die ASFINAG zusammen mit den verschiedenen Einsatzorganisationen eine dieser Übungen im Gratkorntunnel 1 auf der Phyrnautobahn. Übungsszenario war ein Verkehrsunfall mit 5 Fahrzeugen und 16 teilweise eingeklemmten Insassen.
Um 20:20 Uhr erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr Gratkorn-Markt durch den Florian Graz-Umgebung. Bedingt durch das Meldebild „Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und teilweise eingeklemmten Verletzten“ forderten wir gleich weitere Kräfte aus dem Abschnitt 6 des Bezirkes Graz Umgebung an. Als erste Einheit traf das KRF-S Tunnel zusammen mit dem SRF Gratkorn-Markt am Einsatzort ein. Nach der Lageerkundung durch HBI Thomas Glanner wurden, die am Anfang spärlich vorhandenen Kräfte, auf die verunfallten Pkws aufgeteilt.
Die Unfallopfer wurden grob gesichtet, es wurden lebensrettende  Sofortmaßnahmen (Kopf überstrecken, Abbindung, etc.) angewandt. Für den Brandschutz wurden tragbare Feuerlöscher aus den Einsatzfahrzeugen und aus den Tunnelnischen in Stellung gebracht. Anschließend wurde, soweit es möglich war, mit der Befreiung aus den Wracks begonnen.
Sukzessive trafen weitere Einsatzkräfte am Übungsort ein. Diese begannen sogleich mit Hilfe der hydraulischen Rettungsgeräte Erstöffnungen zur Versorgung der Opfer zu schaffen.  Nach der Triage, das heißt die Einteilung nach Grad der Verletzung und Erfassung der Opfer durch das Rote Kreuz, wurden die Prioritäten gesetzt. Um die Verletzten aus ihren Fahrzeugen zu retten, wurden alle Möglichkeiten der technischen Menschenrettung durchgeführt: Vom Glasmanagement, über den Spreizer- Einsatz zum Öffnen der Türen, dem Entfernen des Daches bis zum Einsatz des hydraulischen Zylinders zur Vergrößerung des Fußraums. So konnte in enger Zusammenarbeit mit den Notärzten und Sanitätern des Roten Kreuz  alle Unfallopfer gerettet werden.

Nachdem der letzte Patient durch die Rettung abtransportiert war, wurde mit der Bergung aller Unfallfahrzeuge aus dem Tunnel begonnen. Anschließend trafen sich die Einsatzkräfte und Übungsopfer im Rüsthaus Gratkorn zur Schlussbesprechung.
Unser Abschnittskommandant BR Gerhard Sampt, welcher als Beobachter an der Übung teilnahm, sprach den über 100 Freiwilligen aus den verschiedenen Organisationen sein Lob für deren Bereitschaft  und Leistung aus. Auch der Sicherheitsbeauftragte der Tunnelwarte Plabutsch, Herr Alois Knoll,  betonte in seiner Ansprache die Wichtigkeit einer solchen realistischen Übung im Tunnelbereich.
Bei guter Verpflegung ließen wir den gemeinsamen Abend kameradschaftlich ausklingen.

Bericht: OFM Armin Gaar

zurück